Eine simple Methode, mit der du deine Produktivität verdoppelst

Sagst du auch häufig „Ich habe Zeit für alles.“? Nein? Ich auch nicht.

Wer hat das auch schon. Eigentlich hat man doch meistens eher zu wenig Zeit. Mehr schaffen, in weniger Zeit – das wäre schön. Dann würde man auf der einen Seite mehr Produktives schaffen und auf der anderen Seite auch mehr Freizeit genießen können.

Höhere Produktivität und mehr Freizeit ist das, was du mit der folgenden Methode erreichen kannst.

 

Das zugrunde liegende Problem, unter dem wir alle leiden

Erstmal kurz zu einem verbreiteten Grundproblem, was sehr wahrscheinlich auch deine Produktivität schmälert und viel Zeit kostet: der Kampf zwischen proaktivem und reaktivem Handeln. Häufig ist unsere Arbeitszeit durch zahlreiche reaktive Reize gesteuert, die uns davon abhalten wirklich effizient und fokussiert an dem zu arbeiten, was uns gerade wirklich weiterbringt. Es gilt also, den Zeitaufwand für Reaktives so gut es geht zu reduzieren.

Die klassischen Auslöser, die uns immer wieder in reaktives Handeln (sei es beim Arbeiten, beim Lernen, etc.) hineinziehen sind: Email, Telefon, Smartphone, andere Menschen und auch unsere eigenen Gedanken. Vieles davon leitet uns über manchmal unergründliche Wege ins Internet, wo man nun wirklich prächtig viel Zeit verplempern kann.

Der Grundgedanke um proaktiver und damit effizienter und effektiver zu sein umfasst vier Säulen:

  1. Sich ein Zeitfenster als Ziel zu setzen,
  2. eine optimale Umgebung dafür zu schaffen,
  3. Ablenkungen minimieren
  4. und einen festen Zeitrahmen zu setzten.

Die folgende Methode wird genau da ansetzten und dir somit zu mehr Produktivität und mehr Freizeit verhelfen.

 

Dein erstes, augenöffnendes „50 Minuten Fokus Fensters“

Stelle dir einen Timer mit einem Alarmton auf 50 Minuten ein. Das ist wichtig, damit du nicht davon abgelenkt wirst, auf die Uhr zu schauen.

Bei deiner ersten Session geht es vorerst darum deinen Kopf frei zu bekommen und alle To-Do’s, Ideen, Vorhaben etc. auf einer große List zu sammeln.

Schreibe dabei jeden Gedanken auf, der dir gerade im Kopf herumgeistert. Es gibt dabei keine zu unwichtigen oder zu wichtigen Punkte. Alles zwischen „neue Müllbeutel kaufen“ und „mich für meine Altersvorsorge informieren“ ist erlaubt. Ich fordere dich heraus, in dieser ersten Session auf 100 Gedankenblitze zu kommen.

Du kannst die Liste zwar auch auf dem PC herunterschreiben, empfehlenswerter ist allerdings es mit Stift und Papier runter zu schreiben. Nimm dazu mindestens drei Seiten leeres Papier oder einen Block. So oder so, ist alleinig das Herunterschreiben aus dem Kopf in eine Liste eine Erleichterung für den Kopf. Sonst muss unser Hirn sich ständig mit den Gedanken beschäftigen, die alle herumkreisen und doch irgendwie zu wichtig sind, als sie komplett fallen zu lassen.

Nach ca. 15 Minuten wird sich der Schreibfluss verlangsamen. Vielleicht denkst du auch, dass du an dem Punkt fertig bist. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, dass bisher geschriebene zu überfliegen. Vielleicht kannst du manches wieder streichen und anderes dafür weiter ausführen. Nach dieser Verlangsamung wirst du wieder auf viel Neues kommen. Und vor allem sind die Gedanken, nachdem der erste Schwall in den 15 Minuten raus ist, viel eher das, was wirklich wichtig ist. Das was du gerne und proaktiv tun möchtest.

Ich verspreche dir eine wohltuende Erleichterung nach dem Ende deiner ersten Session. An diesem Punkt angekommen hast du nun eine ganzheitliche To-Do-Liste für den kommenden Monat und darüber hinaus

Bevor du fertig bist, kannst du nun noch die einzelnen Dinge gruppieren, wenn du möchtest. So wird das Abarbeiten der Liste noch effizienter.

 

Zur weiteren wertvollen Verwendung

Nun, wo du deinen To-Do-Fahrplan entworfen hast, kannst du das „50 Minuten Fokus Fenster“ sehr gut in deinem täglichen Arbeits- oder Lernalltag verwenden.

In dem 50-minütigen Fokus Fenster arbeitest du an einer einzelnen Aufgabe mit der höchsten Priorität. Wenn du diese schon vor dem Alarm erledigt haben solltest, gehst du einfach weiter zur nächst wichtigen. Außerdem ist es hilfreich, dass du vor dem 50-minütigen Zeitfenster weißt, worauf genau du dich in dieser Zeit fokussierst. Gegenstand sollte ein (Unter)Punkt von deiner Liste deiner aller ersten Session sein.

Nach jedem 50 Minuten Fenster kommt dann eine 10 bis 20-minütige Zeitspanne reaktiven Handelns, wo du von deiner Fokus-Aufgabe „abschaltest“. Diese Zeitspanne ist auch perfekt fürs Kaffee holen, Mails lesen, Social Media, Toilettengang, Dehnübungen, Power-Nap, oder vieles mehr. Für das Zeitintervall der „Pause“ empfiehlt sich ebenfalls das Stoppen mit einem Timer.

Benutzte diese 50:20:50 Zeiteinteilung so oft es passt. Bei mehrfachen Wiederholungen gestaltet es sich besser als 50:10:50:10:50:10 usw. So implementierst du eine neue Gewohnheit, und du wirst merken wie sich deine Produktivität drastisch erhöht.

 

Allgemeines

Für das Stoppen der Zeit ist es unbedingt notwendig, einen Timer zu stellen, der nach den 50 Minuten automatisch klingelt. Wenn du für die Zeiteinteilung deinen Gedankengang unterbrechen musst, um auf die Uhr zu schauen, büßt du Produktivität und Konzentration ein.

Für die meisten ist es am besten direkt morgens mit den Fokus-Fenstern loszulegen. Je mehr Zeit (vom Arbeits-/Lerntag) man im proaktiven Modus verbringt, umso höher ist die Produktivität.

Ein interessantes Video zu dieser Methodik findet man zum Beispiel unter diesem YouTube-Link, von dem amerikanischen Marketing-Experten Dean Jackson.

Auch weitere berühmte Persönlichkeiten sprechen und nutzen diese Methode der „Critical Focus Time“. Darunter befinden sich unter anderem Steven King, Seth Godin, Eban Pagan oder Jeff Walker.

 

Was du jetzt direkt tun solltest

Wenn du jetzt direkt Zeit für deine erste 50 minütige Session hast, solltest du auch direkt damit loslegen. Schnapp dir Stift und Papier (oder auf dem PC), stell deinen Timer auf 50 Minuten und los geht’s! Wenn du jetzt gerade keine Zeit dafür hast, dann erstelle dir in deinem Kalender einen Zeitblocker für deine erste Session.

Zwei Schlüsselpunkte für dein erstes Fenster:

  1. Schreibe alle Gedanken auf, so unwichtig oder wichtig sie auch sind.
  2. Versuche in den 50 Minuten auf 100 einzelne Punkte zu kommen.

Jetzt wo du die erste Session gemacht hast, liegt dir eine grobe To-Do-Liste für mindestens den kommenden Monat, wenn nicht länger, vor.

Benutzte darüber hinaus das „50 Minuten Fokus Fenster“ am besten täglich, so häufig es geht. Perfekt verwenden kannst du diese Methode zum Beispiel beim Arbeiten oder Lernen. So wird deine neue Produktivität zur Gewohnheit. Du kannst deine Herausforderungen mit besserer Konzentration angreifen und du wirst merken, wie du deutlich mehr schaffst – in weniger Zeit. Ich bin sicher, du wirst die Resultate lieben.

Hast du diese Methode schon mal verwendet oder kennst du eine ähnliche?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar, ich würde mich über einen Austausch mit dir freuen 🙂

 

By |2017-04-21T16:56:30+00:00März 31st, 2017|Blog|0 Comments

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